Versuchsbrunnen Aham

Verlauf der Versuchsbohrung in Holzen bei Aham

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Bohrstelle bei Wald in Holzen für neuen Versuchsbrunnen

Wie ein Brunnen aufgebaut ist und wie er funktioniert

Zeitlicher Rahmen
Aktion

März 2016
Bohrbeginn des neuen Brunnens

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Die Wasserversorgung Mittlere Vils (WMV), Aham, startete am 14. März mit ihrem wichtigsten Projekt des Jahres – der Bohrung des neuen Brunnens im Waldgebiet Holzen bei Aham. Vorausgegangen war 2015 eine Reihe von Versuchsbohrungen für einen neuen Brunnen, nachdem der bisherige Brunnen IV aufgrund zu hoher Pflanzenschutzwerte vorsorglich stillgelegt wurde. Mehr >>>

Mitte September 2015
Aktueller Zwischenstand

Derzeit sind verschiedene Labore mit Messungen und Auswertungen der Versuchsergebnisse beauftragt. Sowie der Abschlussbericht vorliegt kann – sofern er positiv ist – mit den Bohrungen für den neuen Brunnen begonnen werden.

Mai und August 2015
Pumpversuche

Durch diesen hydrologischen Feldversuch wird die Leistungsfähigkeit des Grundwasserreservoirs getestet, denn nicht nur die Qualität ist ein wichtiges Kriterium, sondern auch die Quantität.

Der 3-tägige Standard-Testpumpversuch wurde ebenfalls erfolgreich abgeschlossen. Diesem folgte sicherheitshalber im Anschluss noch ein vierwöchiger Pumpversuch.

Durch den Dauerpumpversuch wurde festgestellt, dass es sich um ein sehr ergiebiges Grundwasserdepot handelt. Dazu wurde jeweils in Abständen der Pegel im Brunnen gemessen, der sich bei der Wasserentnahme senkt und dann festgestellt, wie schnell der ursprüngliche Pegelstand wieder erreicht wird.

Juni 2015
Abschluss der Versuchsbohrung

Erfreulicherweise ergab die Versuchsbohrung, dass das Grundwasser an der Versuchsbohrstelle beste Qualität hat.

Mai 2015
Start der Versuchsbohrung

Die Versuchs­brunnen­bohrung in Holzen wurde mit einem Rohrdurchmesser von 175 mm durchgeführt. Im Normalbetrieb werden i.d.R. Rohre von 300 mm oder mehr Durchmesser eingesetzt. Die gewählte Stärke ist jeweils abhängig von der zu fördernden Menge. Die Länge ist abhängig von der Verteilung der Wasser führenden Schichten. Bei der Versuchsbohrung in Holzen wurde in bis in 95 Meter Tiefe gebohrt.

Pro Meter wurden Bodenproben gezogen, um die Untergrundbeschaffenheit, d.h. die Gesteinsschichten zu identifizieren und zu klassifizieren.

Ergebnis:

Bis 45 Meter besteht der Boden aus Kies = durchlässige Schicht. Der Bohrlochdurchmesser Die ersten 5 Meter haben einen Bohrlochdurchmesser von 500 mm, da die Ränder mit einer zusätzlichen Dämmschicht verstärkt sind. Danach ist der Bohrlochdurchmesser 400 mm.

In diesem Bereich ist das Förderrohr ein Vollrohr, durch das kein Wasser aus dem Erdreich eindringen kann. Auf diese Art und Weise ist gewährleistet, dass der Brunnen aus dieser relativ oberflächennahen Schicht kein Wasser ziehen kann, da dies unter Umständen von Schadstoffeinträgen betroffen sein kann.

Zwischen 45 und 50 Metern existiert eine Ton-Schicht bzw. Schluff-Schicht, die wasserundurchlässig ist und in Verbindung mit dem undurchlässigen Vollrohr die darunterliegenden Erd- und Gesteinsschichten inklusive Wasserreservoirs vor Oberflächeneinträgen in darüberliegenden Schichten absperrt und schützt.

Zwischen 50 und 90 Metern existiert wieder eine Wasser führende und wasserdurchlässige Kiesschicht. In diesem Bereich ist das Förderrohr nun ein sogenanntes Filterrohr mit Durchlassschlitzen zur Wasseraufnahme.

2013
Vorbereitung

Nach vorangegangenen Untersuchungen wurde der Standort für die Probebohrung für den neuen WMV Versuchsbrunnen vom Hydrogeologen im Wald bei Holzen festgelegt.

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