WMV verabschiedet Haushaltsplan 2017

Der Fokus liegt auf der Versorgungssicherheit

Haupttagesordnungspunkt der letzten Verbandsversammlung des Wasserzweckverbands Mittlere Vils (WMV) am 15. Februar in Aham war die Verabschiedung des Haushaltsplans 2017.

Im Fokus der geplanten Maßnahmen steht an erster Stelle die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser – qualitativ hochwertig und jederzeit in ausreichender Menge. Zunehmende Schadstoffeinträge sowie Auswirkungen des Klimawandels stellen die Wasserversorger dabei vor immer neue Herausforderungen, ebenso wie verstärkte Investitionen in die Infrastruktur, deren Lebenszyklus nach über 40 Jahren turnusmäßig modernisiert und erneuert werden muss. Darüber hinaus gibt es neue gesetzliche Anforderungen, wie beispielsweise für die energetische Sanierung. All diese Maßnahmen erfordern hohe finanzielle Langzeitinvestitionen. 

Zur Finanzierungssituation der kommunalen Wasserversorgung

Da kommunale Wasserversorger den Auftrag haben, gemeinwohlorientiert zu arbeiten, dürfen sie keine Gewinne erwirtschaften. Gleichzeitig sind sie gehalten, sich eigenständig zu finanzieren, um die immer knapperen Gemeindehaushalte nicht zusätzlich zu belasten. Das bedeutet, sie müssen die erforderlichen Instandhaltungs- und Modernisierungskosten selbst aufbringen. Einzige Einnahmequellen sind dabei die Beiträge für Anschlüsse sowie die laufenden Gebühren für den individuellen Wasserverbrauch beziehungsweise Investitionskredite. Notwendige Gebührenerhöhungen werden grundsätzlich nach Prüfung und mit Zustimmung des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands festgelegt.

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Sanierung des Hochbehälters in Birhthal

Bei allen notwendigen Investitionen geht es dabei immer um langfristige Planungen für die Zukunft. Denn – eine zukunftssichere Wasserversorgung ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität der Bürger sowie die Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung einer Region. Eine optimale Möglichkeit, um die Versorgungssicherheit für die Zukunft zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten möglichst niedrig zu halten, ist die interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Wasserversorgern, wie beispielsweise die Kooperation der WMV mit den Stadtwerken Dingolfing. Beide betreiben bereits seit einigen Jahren in Daibersdorf ein gemeinsames Wasserwerk und teilen sich die Kosten.

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Bau des neuen Brunnens in Holzem

Aus dem WMV Haushaltsplan 2017 

Aus dem WMV-Wirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2017: Auch für 2017 sind wieder zahlreiche Baumaßnahmen im WMV-Versorgungsnetz geplant, wie beispielsweise die Sanierung der zweiten Kammer des Hochbehälters in Birnthal bei Steinberg/Marklkofen, der Bau der Außenanlage für den neuen Brunnen in Holzen, die Erschließung von Neubaugebieten, energetische Sanierungen sowie eine neue Lüftungstechnik für den Hochbehälter Wimm. Im Erfolgsplan sind voraussichtliche Erträge von 2.186.900 Euro sowie Aufwendungen von 2.545.200 Euro eingeplant. Der Finanz- oder Vermögensplan enthält analog dazu voraussichtliche vermögenswirksame Einnahmen sowie Ausgaben von je 2.800.000 Euro. Die Kreditaufnahme für Investitionen wurde auf 2.390.000 Euro festgesetzt. Insgesamt wurden für 2017 im Haushaltsplan Kosten von 2.703.000 Euro sowie Zuwendungen von 249.000 Euro eingeplant.

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