WMV – Einladung zum Tag der offenen Tür 

Die Wasserversorgung Mittlere Vils feiert 50-jähriges Jubiläum

Der Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Vils (WMV) feiert heuer – am 25. Juni – sein 50-jähriges Jubiläum auf dem Werksgelände in Aham, Hauptstraße 19. Nach dem Gottesdienst um 10 Uhr in der Pfarrkirche Loizenkirchen geht es einen gemeinsamen Zug zum Wasserwerk, wo die Türen für die Bevölkerung geöffnet sind. Außerdem besteht die Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen mit Festreden und Grußworten sowie von 14 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen. Auf die kleinen Gäste wartet eine Hüpfburg und ein Luftballonwettfliegen. 

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Wasser ist unser Lebensmittel Nummer Eins. Eine unterbrechungsfreie Versorgung mit einwandfreiem Trink- und Nutzwasser gehört zur grundlegenden Infrastruktur für die wirtschaftliche Prosperität einer Region. Dies erkannten vor 50 Jahren auch einige weitblickende Bürgermeister und Gemeinderäte in der Region, als sie sich für eine gemeinsame Wasserversorgung stark machten – auch wenn sie anfangs mit erheblichem Widerstand zu kämpfen hatten.

Bis dahin war im ländlichen Bereich die Versorgung über Privatbrunnen gang und gäbe. Der Anschluss an ein öffentliches Netz, finanziert durch Gebührenbeiträge, stieß daher vielerorts auf vehemente Ablehnung. Doch spätestens mit der Einweihung des Verbandsgebäudes 1973 hatten die Initiatoren „unwiderlegbare Tatsachen“ geschaffen. Gleichzeitig wurde der „Ruf nach Wasser“ immer lauter. Dabei ging es weniger um die Qualität des Trinkwassers, als um die Versorgungssicherheit, da es vielerorts in den Gemeinden jeden Sommer Wasserknappheit gab.

Wie alles begann

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Gegründet wurde die WMV 1967 unter dem Namen „Zweckverband zur Wasserversorgung der Aham-Steinberg-Gruppe“. Es handelte sich hier um einen Zusammenschluss des „Zweckverbands zur Wasserversorgung der Steinberg-Gruppe“ sowie der Gemeinden Aham, Gerzen, Frauenbiburg und Marklkofen. 20 Jahre nach der Gründung erfolgte 1987 die Umbenennung in „Wasserversorgung Mittlere Vils“.

Heute versorgt der Verband WMV in den acht Mitgliedsgemeinden – Aham, Dingolfing, Frontenhausen, Gerzen, Gottfrieding, Mamming, Marklkofen und Reisbach – rund 18.000 Einwohner mit sauberem Trinkwasser bester Qualität und erfüllt damit einen wichtigen Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. 

Die Meilensteine in der Verbandsgeschichte

Die ersten Jahre waren dominiert vom Erstausbau: 1970 bis 1973 wurde das Verbandsgebäude in Aham gebaut – mit Maschinenhaus, Verwaltungsräumen und Wohnhaus für den Wassermeister etc. Brunnenbohrungen bei Holzen waren von Erfolg gekrönt – vier Brunnen versorgten von da an das Verbandsgebiet mit Trinkwasser. In Birnthal und Wimm wurden Hochbehälter gebaut.

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Nach vielen Jahren des Erstausbaus wurde mit Instandsetzungsarbeiten begonnen, verbunden mit großen Investitionen zur weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit. Nachdem sich im extrem heißen Sommer von 2003 Probleme mit der Wasserverteilung gezeigt hatten, wurde als nächster Meilenstein das Netz durch weitere Verbindungsleitungen – beispielsweise zwischen Reisbach und dem Wasserturm Bachham, der zum „Zweckverband Oberes Kollbachtal“ (ZWOK) gehört, verstärkt. Mit ZWOK und der Wasserversorgung Rottal (ZWR) wurde eine enge Zusammenarbeit eingegangen.

2007 beschließt die WMV darüber hinaus mit den Wasserwerken Dingolfing eine Kooperation einzugehen, um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten: In Daibersdorf / Gemeinde Gottfrieding, erschließen beide Partner einen Tiefbrunnen und erstellen ein gemeinsames Wasserwerk. Somit standen nun täglich zusätzlich über 15.000 Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Als im Sommer 2013 der Wasserverbrauch – wiederum wetterbedingt – schlagartig um 50 Prozent anstieg, konnte der erhöhte Bedarf dank der eingeleiteten Maßnahmen diesmal problemlos gedeckt werden.

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Am 1. Januar 2016 übernahm Dipl.-Ing. Markus Schmitz die Leitung der Wasserversorgung Mittlere Vils. Seit dieser Zeit geht die Sanierung der alten Anlagen zügig weiter. Wichtigste Projekte: Die erfolgreiche Bohrung eines neuen Brunnens in Holzen, da einer der alten Brunnen durch externe Schadstoffeinträge nicht mehr die gewünschte Qualität lieferte, Komplettsanierung des Hochbehälters in Birnthal nach neuesten lebensmitteltechnischen Standards sowie die energetische Zertifizierung des Betriebs. Weiterhin steht der Hochbehälter Wimm zur Sanierung an, wo es 2016 aufgrund des Alters der Anlage zu einem kurzfristigen Störfall kam.

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Ortstermin neues Brunnenhaus in Holzen – v.l.n.r.: Markus Schmitz, Rainer Obermeier, André Gebauer, Gerald Rost und Peter Eisgruber-Rauscher

Fokus von Wasserversorgungsunternehmen

Wichtigster Fokus der WMV-Aktivitäten ist neben der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und der Sanierung der in die Jahre gekommenen Infrastruktur immer auch die Kosteneffizienz für geplante Maßnahmen, da sich kommunale Wasserversorgungsunternehmen über Beiträge und Gebühren selbst finanzieren müssen. Auswirkungen des Klimawandels, zunehmende externe Umweltverschmutzungen sowie der demographische Wandel sorgen dafür, dass die Herausforderungen nicht kleiner geworden sind.

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