Zweiter Bauabschnitt in Holzen schreitet voran

„Di Reh san froh, wenn’s wieda a Ruah is im Revier“

Bei der Werkausschusssitzung des Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Vils am 13. Mai 2016 in Aham ging es unter anderem um die Fortschritte bei der Brunnenbohrstelle in Holzen mit anschließendem Ortstermin der Teilnehmer an der Baustelle, wo der zweite Bohrabschnitt begonnen hat.

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v.l.n.r.: Max Graf von Montgelas, Johannes Schemmerer, Gerald Rost, Peter Eisgruber-Rauscher, Rainer Obermeier, Architekt Georg Horn aus Marklkofen, Heribert Eberl und Rolf-Peter Holtzleitner

Zur Werkausschusssitzung trafen sich Peter Eisgruber-Rauscher, WMV-Vorsitzender und erster Bürgermeister von Marklkofen; Gerald Rost, stellvertretender WMV-Vorsitzender und erster Bürgermeister von Gottfrieding; Max Graf von Montgelas, erster Bürgermeister von Gerzen; Rolf-Peter Holzleitner, erster Bürgermeister von Reisbach; Heribert Eberl, Verwaltungsrat in Mamming; Johann Schemmerer, zweiter Bürgermeister von Aham und Architekt Georg Horn aus Marklkofen. Die Sitzungsleitung hatte Rainer Obermeier, technischer Betriebsleiter und stellvertretender WMV-Werkleiter, der den anwesenden Bürgermeistern über die Baufortschritte informierte:

Die insgesamte Bohrtiefe des neuen Brunnens liegt bei 98 Metern. Nach Einbringung der Sperrrohre zur hermetischen Absperrung der oberen Grundwasserschichten im Greifbohrverfahren stand nun – ab 48 Metern Tiefe – die zweite Bohrphase im Spülbohrverfahren auf dem Plan, bei dem der Bagger durch eine schwere Bohranlage ersetzt wurde, um gemäß neuester Brunnentechnologie die 400 Millimeter starken Rohre aus Edelstahl-Wickeldraht mit feinen Schlitzen ins Erdreich einzubringen, die in eine Glaskugelschüttung eingebettet sind.

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v.l.n.r.: Rolf-Peter Holtzleitner, Rainer Obermeier, Gerald Rost, Heribert Eberl, Johannes Schemmerer, Peter Eisgruber-Rauscher und Max Graf von Montgelas

Der anschließende Ortstermin war für den Gerzener Bürgermeister Max Graf von Montgelas übrigens ein ganz besonderer Termin – als er Kind war, gehörte das Bohrgebiet für den neuen WMV-Brunnen in Holzen noch zum Besitz seiner Familie, bevor es vor Jahren vom Zweckverband erworben wurde. Peter Eisgruber-Rauscher: „Das heißt eigentlich, ohne die Familie Montgelas wäre dieser neue Brunnen gar nicht möglich gewesen.“ Interessiert beobachtete Max Graf von Montgelas das geschäftige Treiben und erinnerte sich an seine Waldspaziergänge als kleiner Junge, wo er besonders gerne die Tiere beobachtete. Was ihn zu dem Kommentar veranlasste: „Ich denk, die Reh san schon froh, wenn’s endlich wieda a Ruah is im Revier“. Was demnächst auch wieder der Fall sein wird.

Für den Zweckverband geht es als nächsten Schritt nun noch um die restliche Verlegung der Zuleitungsrohre sowie die genauen Abmessungen der Schutzzonen rund um den neuen Brunnen. Hierzu ist man mit den umliegenden Landwirten in ständigem Dialog. Rainer Obermeier: „Wir bemühen uns, alle Bauarbeiten so umsichtig wie möglich zu machen, um die Anrainer so wenig wie möglich zu belästigen und freuen uns, dass das so gut geklappt hat. Von den Landwirten haben wir jedenfalls bisher nur positive Resonanz bekommen.“

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