Entscheidung für nachhaltige Sanierungslösung

WMV-Ortstermin beim Hochbehälter in Birnthal bei Steinberg

a6-b021-perspektive-frontal-2Eines der wichtigsten Investitionsprojekte des kommunalen Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Vils (WMV) für den Haushaltszeitraum 2016 bis 2019 ist die Sanierung des Hochbehälters Birnthal. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von 750.000 EUR. Projektstart war im Juni 2016. Am Montag, den 4. Juli, trafen sich WMV-Verantwortlichen und ausführende Unternehmen zu einem Ortstermin, um sich über die laufenden Baumaßnahmen zu informieren. Geplante Fertigstellung Mitte 2017.

Der Hochbehälter Birnthal bei Steinberg – mit Druckerhöhungs-anlage und zwei Wasserkammern mit je 1.000 Kubikmeter Fassungsvermögen – versorgt sowohl die Region Aham, als auch Daibersdorf mit frischem Trinkwasser. Über den Fortschritt des Projekts informierten sich WMV-Vorsitzender und erster Bürgermeister von Marklkofen Peter Eisgruber-Rauscher; sein Stellvertreter und erster Bürgermeister von Gottfrieding Gerald Rost; WMV-Werkleiter Diplom-Ingenieur Markus Schmitz; sein Stellvertreter und technischer Betriebsleiter Rainer Obermeier; WMV-Wassermeister André Gebauer; Architekt Georg Horn aus Marklofen; Beate Meister vom Baugeschäft Paul Meister in Ergolsbach, das für die Tiefbauarbeiten zuständig ist sowie Christian Laumer von der Firma Bautechnik Laumer in Massing, die mit der Betonsanierung beauftragt wurde.

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Ortstermin WMV-Hochbehälter in Birnthal – v.l.n.r.: Beate Meister, Christian Laumer, André Gebauer, Rainer Obermeier, Georg Horn, Gerald Rost, Markus Schmitz, Peter Eisgruber-Rauscher

Modernste Technik für reines Trinkwasser

Peter Eisgruber-Rauscher begrüßte die Anwesenden und stellte erfreut fest, dass der Baufortschritt nach Plan verläuft. Zum geplanten Maßnahmenpaket gehört unter anderem die Edelstahlauskleidung der beiden Wasserkammern für Boden, Wände und Stützpfeiler. Markus Schmitz, der viele Jahre in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie tätig war, bevor er 2014 zur Wasserversorgung Mittlere Vils wechselte: „Edelstahl ist sowohl mikrobiologisch wie chemisch ein sehr robustes, hygienisches Material. Wir haben daher beschlossen, dieses Material, das heute in der Lebensmittelindustrie Standard ist, auch für die Speicherung unseres Lebensmittels Nummer Eins zu verwenden.

Es ist zwar im Moment etwas teurer in der Anschaffung, dafür ist es aber langlebiger und durch die glatte Oberfläche absolut hygienisch und pflegeleicht, so dass teure Zwischeninstandhaltungen entfallen. Qualität und Sicherheit sind für uns oberstes Gebot – schließlich soll das Ganze ja wieder 40, 50 Jahre bestens funktionieren. Im Vergleich zu anderen Werkstoffen hat man sich bei Edelstahl für eine nachhaltige Lösung entschieden, die gleichzeitig die wirtschaftlichste und qualitativ hochwertigere Variante ist.“

Peter Eisgruber-Rauscher bekräftigte diese Entscheidung: „Im Bereich der Wasserversorgung geht es grundsätzlich immer um sehr langfristige und zukunftsorientierte Investitionen. Daher gilt die Devise, wenn wir etwas anpacken, dann gleich richtig.“ Gerald Rost: „Damit die Versorgung aller Bereiche zu jeder Zeit ausfallsfrei funktioniert, werden die Kammern nacheinander saniert. Derzeit ist die linke Kammer (für Aham) abgeschaltet, weil dort gerade mit den Betonsanierungen im Innenbereich begonnen wird. Der alte Beton wird abgetragen und an der Decke neuer Tropfputz aufgetragen. In der Zwischenzeit übernimmt die rechte Kammer (für Daibersdorf), die während der Bauarbeiten hermetisch gegen Staub abgeschirmt ist, die Versorgung für beide Bereiche.“

Viele Extras – Nachhaltigkeit als wichtiges Prinzip der Sanierung

Die Hochdruckarbeiten mit Wasserstrahltechnik wurden an die Firma MüWatec in Olching übergeben. Für künftige Wartungsarbeiten, so Gerald Rost, werden die Kammern von oben begehbar sein. Hierzu wurde die bisherige Mauer unterbrochen, damit eine bewegliche Treppe installiert werden kann, die im nichtaktiven Zustand einziehbar unter der Decke befestigt ist, bei Bedarf aber in die Wasserkammer herabgelassen werden kann.

Der Hochbehälter Birnthal wird aber nicht nur im Innenbereich saniert. Auch von außen wird die Decke abgedichtet und mit einer Schicht zur Wärmedämmung versehen. Zudem wird an der linken Seite des Gebäudes ein Raum für das Notstromaggregat samt Dieselvorräten angebaut. Bisher stand das dieselbetriebene Aggregat in einem Vorraum im Innern des Hochbehälters.

Eine weitere wichtige Sanierungsmaßnahme ist die Erneuerung der Lüftungstechnik in den Wasserkammern. Hier ist eine Luftfilteranlage mit Fein- und Feinstfilter zur Be- und -entlüftung der Behälter geplant. Gerald Rost: „Die neue Hygienezone wird dann fast einem Reinraum ähneln.“ Auch hier orientieren sich die WMV-Verantwortlichen an den hohen Standards im Lebensmittelbereich. Markus Schmitz: „Nach Fertigstellung wird die Hygienezone nur noch mit Haarnetz und spezieller Hygienekleidung betretbar sein.“ Erneuert werden zudem auch alle Zu- und Ablaufleitungen für das Wasser im Hochbehälter Birnthal.

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